Das sind wir:

Siegfried und Michaela ( Siege + Mitsch )



Robert und Ursula ( Robi + Ursel )



Wilfried und Juliane ( Fede + Julchen )



Werner 


 

Bilder folgten noch

 

Unsere Geschichte:

Kennen gelernt haben wir uns 1995 in einem Fischerverein in dem wir alle Mitglieder waren. Ein zusammen gewürfelter Haufen aus der Umgebung im Umkreis von ca. 60 km. Leider ging das mit dem Verein nicht lange gut, denn denen war unser Arbeitseifer zu groß.
Also suchten wir uns einen anderen Wirkungskreis.

Diesen fanden wir 2002 im Angelsportverein Stetten am kalten Markt.
Wie kommen Angler von Stetten bis zu uns nach Ebersbach ???
Der Grund war, dass das befischte Gewässer der Stettener, die Schmeie, vor Jahren biologisch fast tot , Fische verendeten und ungenießbar waren. (Ursache ?).
Den einzigen Weiher, den die Stettener ihren Mitgliedern als Ersatz-Angelmöglichkeit bieten konnten, war zur damaligen Zeit der Zieglerweiher, den der Verein von Hr. Kugler pachtete. Trotz der großen Entfernung von Stetten bis nach Ebersbach (Fahrzeit ca. 60 min.) versuchten die Stettener das Grundstück in Schuss zu halten. Der große Weiher wurde vom Schlamm befreit und ausgebaggert, der Mönch dazu erneuert, sowie das Fundament von der Gerätehütte neu betoniert.

Als wir 2002 in den Verein eingetreten sind, haben wir unsere Arbeitskraft natürlich auch tatkräftig mit eingebracht. Nach Absprache mit der Vorstandschaft haben wir nach einiger Zeit komplett die Pflege des Grundstücks übernommen.
Im November 2006 trat die Vorstandschaft des Stettener Vereins an uns heran.
Die Einnahmen aus dem Jahreskartenverkauf deckten die Kosten des Weiherunterhaltes schon einige Zeit nicht mehr, wobei Fahrt- und Benzinkosten sowie Fischbesatzkosten noch nicht einmal eingerechnet waren.
Also stand die Frage im Raum ob wir den Weiher übernehmen wollen.
Wollen, wollten wir schon, aber es gab zuerst doch einige Bedenken. Angefangen natürlich bei den Kosten für die Pacht. Da diese ja nun kein Verein mehr tragen , sondern auf maximal 6 Personen aufgeteilt werden würde. Dann noch die Frage, kann man das alles mit 6 Personen, die fast alle im Schichtbetrieb arbeiten, überhaupt schaffen?

Wir haben es uns getraut und haben es, wie man heute sieht, auch geschafft.
Seit 01.01.2007 sind wir nun Pächter der Weiheranlage. Nach genauer Abklärung und schließlich Genehmigung durch das Regierungspräsidium konnten wir das Grundstück pachten. Allerdings haben wir vom Präsidium Auflagen bekommen:
Bei 6 Pächtern darf nur noch eine Jahreskarte , bzw. statt einer JK einige Tageskarten ausgegeben werden. Doch das hat uns nicht gestört. da wir die Natur respektieren und keinen Publikumsverkehr wie auf dem Hauptbahnhof haben wollten, gab es von uns aus auch keine Einwände gegen die Auflagen.

 

Im Februar 2007 ging es gleich los.
Es mussten 3 Bäume, die bei Sturm den Damm gefährden konnten, gefällt werden.
Da auch leider viele uneinsichtige Hundebesitzer das Weihergrundstück als Hundetoilette benutzt haben, wurde im Frühsommer das Eingangstor erneuert.
Wir sind bestimmt keine Hundehasser (Nemo ist unser aller Liebling) aber wenn man alle paar Meter in so eine Tellermine tritt und diese versehentlich dann auch noch mit in sein Auto schleppt ( wir denken, jeder kennt diesen herrlichen Geruch ) hat man im wahrsten Sinne des Wortes mal wirklich die Nase voll.
Also war wieder ein Stück Arbeit getan. Zwischendurch hatten wir doch tatsächlich etwas Zeit zum Fischen.

Im Sommer folgte schon das erste Engagement für die Gemeinde. Nach kurzer Überlegung nahmen wir am Ferienprogramm teil und ermöglichten 10 Kindern einmal einen Fisch zu fangen. Dies war wiederum mit einigen Auflagen vom Regierungspräsidium verbunden.
Es konnten nur max. 10 Kinder teilnehmen, diese durften das vorgeschriebene Alter von 10 – 15 Jahren weder unter- noch überschreiten. Ebenso musste der genaue Tag, Ort und Uhrzeit der Veranstaltung beantragt werden.
Nach dem ersten Papierkrieg dachten wir: einmal und nie wieder !
Aber die Jungs und Mädchen hatten so viel Spaß, dass wir ihnen versprechen mussten, das Fischen im nächsten Jahr zu wieder holen.
Und trotz Arbeit und Anstrengung ,die so ein wildes Kinderrudel mit sich bringt, hatten wir alle auch viel Spaß dabei. Leider wurde unser anschließender Elternhock nicht sehr rege genutzt, denn hierbei wurde den Kindern die Weiterverarbeitung der Fische bsp. weise als Räucherforelle aufgezeigt.

 

Weiter ging es im Herbst 2007. 
Den mittleren Weiher hatten wir, während unserer Mitgliedschaft beim Stettener Verein, von den Binsen befreit. Bis auf ca. 4 m² war dieser Weiher komplett zugewachsen und es befand sich nur noch eine Pfütze darin. Als erstes mähten wir den Weiher im Winter mit Sensen ab um dann im Frühjahr den wieder angestauten Weiher mit Hilfe einer selbst konstruierten Gliedersense den Schilfbestand im Zaum zu halten. Was auch wider Erwarten sehr gut klappte.
Um den Bestand des mittleren Weihers zu kontrollieren (es wurden einige Karpfen und Schleien eingesetzt) wurde dieser, mit Hilfe einiger Stettener Mitglieder, abgelassen.
Ein guter Weiher für Karpfen und Schleien. Trotz der Kürze der Zeit, hatten die Fische darin abgelaicht und sich gut vermehrt. Deshalb beschlossen wir, darin unseren Karpfen und Schleienbesatz in Zukunft selber heran zu ziehen.
Auch der oberste Weiher wurde zur Kontrolle abgelassen. Er enthielt hauptsächlich Köderfische wie Rotaugen und Rotfedern. Da dies aber der kälteste Weiher ist, war die Anzahl der Köfis nicht gerade überwältigend.

 

 

Aber jetzt hatten wir wenigstens ein bisschen Übersicht darüber, was sich in den Weihern befand.
Nachdem wir anschließend im Winter auf dem ganzen Gelände die Schilfbestände abgemäht haben, gönnten wir uns auch mal eine Pause.
Hierbei möchten wir alle Unwissenden darauf hinweisen, dass eine Störung der Fische während der Winterruhe für diese tödlich enden kann. Wir bitten (auch auf unseren Schildern rund um den Weiher ) darum , keine Steine, Äste oder Müll auf das Eis zu werfen, und der Natur ihre Ruhe zu gönnen.

 


Im Frühjar 2008 ging es wieder frisch ans Werk.
In dieser Zeit hat sich ein ehemaliger Pächter aus Zeitgründen leider von uns verabschiedet. Das mussten wir respektieren. Es ging wirklich viel Zeit drauf, bei uns allen.
Aber nichts desto trotz, ein neuer Bewerber war bald wieder zur Stelle.
Und so ging es weiter.
Wir sparten unsere sauer verdienten Kröten und leisteten uns einen gebrauchten Rasentraktor sowie eine Benzinmotorsense. Damit dauerte das Rasenmähen nicht einen halben Tag wie vorher sondern nur noch eine gute Stunde. Auch das Schilfmähen war wesentlich weniger beschwerlich.

 

 

Im Sommer wurden nur die Angelstellen ausgemäht, aber im Winter war das richtig Arbeit. Damit verhindern wir , dass sich Bisamratten einnisten und den Damm unterhöhlen. Gleichzeitig wird im Frühjahr den frischen Pflanzentrieben ein ungestörtes austreiben ermöglicht.
Es gibt aber nicht nur Arbeit sondern auch Vergnügen. Deshalb sind wir alle, mehr oder weniger schussfest, auf ins Ebersbacher Schützenhaus und haben beim Pokalschießen mitgemacht.
Wie nicht anders zu erwarten war haben wir den besten Platz gemacht, nämlich den 1. aber von hinten.
Einen Preis, der sich Trost nennt, haben wir auch noch gewonnen. Und eines ist den Ebersbacher Vereinen sicher:
Diesen Platz werden wir auch im nächsten Jahr bitter verteidigen.
So, was kam dann? , ach ja, unser Siege war so freundlich für uns „bald Senioren“ einige Holzbänke zu basteln. Die sind wirklich nicht schlecht, denn in unserem Alter geht das geschleppe von Angelmaterial mit Sitzgelegenheit auch mal ganz schön in´s Kreuz. Außerdem schmeckt das Bier im Sitzen auch viel besser als im stehen. Frisch bebankt zum Pause machen, nahmen wir die nächste Arbeit in angriff.

Strom
Da wir die Weiher zum teil leider nicht vollständig ablassen können, brauchen wir Strom für Pumpen. Unser kleiner Stromerzeuger hält das aber nicht aus und bekommt schon Angst wenn er nur den Anschluss sieht. Unser Verpächter war so nett, und erlaubte uns die Kabellegung von seiner Garage, durch seine Schafweide bis an unsere Gerätehütte. Robbi war jetzt nicht zu bremsen und ein Bagger schnell zur Stelle. In einem einzigen Tag haben wir aufgebaggert, Sand und Kabel verlegt und wieder alles zugeschoben.

 

Holz verrottet
Welch eine Feststellung aber so ist es nun mal, das heißt, die nächste Arbeit steht an. Im Laufe des Jahres haben wir nach und nach die Stege ausgebessert und den umlaufenden Boden mit Geländer der Gerätehütte erneuert.
Da auch die Holzpfosten des Zaunes zum Teil verfault war, wurden diese ebenfalls ausgetauscht.


Und schon ist es wieder Sommer. 
Das Jugendfischen in diesem Jahr ( 2008 ) war auch voll belegt, und fast alle haben etwas gefangen Leider war das Wetter , vor allem für die Kinder besch…… Fast den ganzen Tag hat es geregnet und abends zog auch noch ein Gewitter mit Sturmböen und Hagel auf. Einige ganz Harte mussten wir trotzdem fast mit Gewalt ( der Sicherheit wegen ) von der Angel entfernen und die Veranstaltung früher beenden als vorgesehen. Die Kinder waren trotzdem genauso begeistert wie letztes Jahr. Ein neues Jahr, ein neuer Versuch…. auch mit dem Wetter.

 

Es ist Herbst 2008, uns geht die Arbeit aus, also was macht der fleißige Schwabe wenn er keine Arbeit hat? Er sucht sich eine. Wir bewältigen dies mit Vogelfutterhäuschen bauen, Arthur hat da ein Händchen für, und das Schilf muss auch wieder weg. Zudem haben wir im hinteren Teil des Weihers ein kleines Schongebiet mit Abgrenzung geschaffen . Darin werden wir im Frühjahr, sobald das Eis aufgetaut ist, zwei Zandernester bauen, in der Hoffnung, dass diese angenommen werden und sich der Edelfisch fortpflanzt.
Den mittleren Weiher haben wir auch wieder abgelassen und die nachgezogenen K2 und S2 in unseren Weiher umgesetzt. Es war dringend notwenig den Weiher zu wintern. Da wir uns ein Ausbaggern nicht leisten können, muss der Schlamm ( z.t. steht man bis zum Hintern im Schlamm ) eben auf diese Art und Weise reduziert werden. Nachdem das meiste Wasser abgelaufen war, haben wir mit einer Pumpe das restliche Wasser einige Tage lang abgepumpt und anschließend den Weiher gekalkt – Werner sah wie der Schneemann höchst persönlich aus . Aber kein Witz, bei Brandkalk ist Schutzkleidung Pflicht. Nach 8 Wochen hatte der Kalk gebunden und die obere Schlammschicht ist mehrfach gefroren. Das Wasser wurde wieder eingelassen und angestaut.
Im Moment ist alles zugefroren und ruht. Nur die Vögel nutzen eifrig unsere Futterhäuschen. Alles wartet auf das kommende Frühjahr, dann geht es auch bei uns wieder weiter, ob mit Angeln oder Arbeit, das ist uns egal, denn Spaß macht beides wenn wir alle zusammen helfen , einfach nur die Ruhe und Natur genießen oder Vögel beobachten .

 

Mai 2009 , und zwar der zweite, wir haben unser erstes Freundschaftsfischen veranstaltet. Das Wetter war durchwachsen und deshalb hat sich auch die Anzahl der Fischer in Grenzen gehalten.

Ein orginal Bergatreuter Fischer im Tarnanzug.

August 2009 : Da unser kleinster Weiher das Wasser immernoch nicht hält und der Pegel stark schwankt, haben wir uns entschlossen am Mönch aufzubaggern. Ursache der Undichtigkeit war direkt am Mönch eingewachsenes Wurzelwerk das ausgespült und unterhölt wurde.

 

Unser Mann für´s Grobe

Und zwei für´s Feine - beim betonieren der Bodenplatte

Wie es sich am Bau gehört : 2 arbeiten und 3 schauen zu und wissen alles besser.

Auf der Bodenplatte haben wir eine Mauer hochgezogen diese dann mit Lehm abgedichtet und das Loch wieder aufgefüllt.

Ihr werdet es nicht glauben,aber es hält. Bis jetzt bleibt der Wasserpegel konstant. Wieder ein Erfolg zu verbuchen.

 

 

Ferienprogramm 2009

Schon eine Woche später am 22.08.09 sind wir wieder voll dabei, unser Natur- und Angeltag im Ferienprogramm ist ausgebucht bis auf den letzten Platz. Dieses Jahr haben wir Gottlob zwar keinen Sturm und Hagel zu erwarten aber das Wetter war auch nicht das beste. Durchwachsen aber doch mit einigen Sonnenstrahlen dazwischen waren alle voll bei der Sache.

Bevor wir mit Fischen anfangen wir erst mal jedem die waidgerechteTötung des Fisches gezeigt, erst dann darf geangelt werden.

Beim Aufbauen waren alle erstaunlich schnell,

nur die Fische ließen auf sich warten.

 

Im Laufe des Tages stellte sich doch etwas Erfolg ein. Viel war es dieses Jahr leider nicht. Nur 5 Fische wurden gefangen. Trotzdem haben sich die Kinder toll verhalten und hatten ihren Spass dabei.

Auch der Hunger wurde gestillt.

 

Damit am Ende aber kein Fischerlein leer ausging gab es noch eine kleine Verlosung und jeder Teilnehmer brachte etwas zum vorzeigen nach Hause auch wenn´s kein Fisch war.

 

Wir bedanken uns auch noch bei denjenigen Eltern, die unseren Räucherfisch ( Forelle, Hecht, Aal, Karpfen) probiert und verzehrt haben und unsere Kosten damit im Rahmen gehalten wurden. Der feuchtfröhliche Ausklang des Tages zog sich bis in die späte Nacht hinein so dass auch einige Eltern noch ihren Spass am Ferienprogramm hatten. Vorallem ein Elternteil, welches ohne Schuhe kam und nicht dachte, dass es bei uns Fischern so gemütlich ist, die Zeit vergeht und man mitten in der Nacht , bei Kälte dann auch ohne Schuhe und mit kalten Füßen den Heimweg antreten muss.

 

Und nun zum guten und momentanen Schluss möchten wir allen Danken, die uns auf irgendeine Art bei den vielen Projekt geholfen haben.

  • Unseren Verpächtern für die Anlage des Parkplatzes und die Möglichkeit für einen Stromanschluss
  • Hr. Sepp Metzler, für den günstigen Druck unserer Shirts und die Geschenke zur Verlosung beim Jugendfische
  • Hr. S. Pfeiffer, für die Stromanschlüsse und Besorgung des Materials
  • Fa. Wild, für´s Schlamm ausschaufeln
  • Hr. Dapp vom Regierungspräsidium für die gute Zusammenarbeit
  • Allen Firmen und Privatpersonen die ebenfalls Geschenke für unser Jugendfischen bereitgestellt haben
  • der Gemeinde Ebersbach-Musbach für die Kostenübernahme der Getränke am Jugendfischen 2008+2009
  • Fa. Zimmermann für die kostenlose Bereitstellung von Sonnenschirmen und Biertischgarnituren ebenfalls für unser Jugendfischen
  • Thomas Kopatschek für die Spende von Wurst und Wecken am Jugendfischen 2008
  • Frank Neuburger für die Wurstspende am Jugendfischen 2009
  • bei unseren Frauen, die immer dafür sorgten, dass wir nach getaner Arbeit nicht verhungert sind und etwas warmes im Magen hatten
  • A.Müller und S.Weiss , auf ihren Wiesen durften wir parken
  • und den Eltern, die sich doch dafür interessieren , wo ihre Kinder den Tag verbracht haben
  • allen sonstigen Helfern, die zum gelingen der Feste oder Arbeiten beigetragen haben
  • bei Arthur und Hannelore, die uns zu fast jedem Fest auf´s Beste bekoche, man sieht´s

 

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Wir freuen uns über nette Zuschriften, aber auch die weniger netten nehmen wir zur
Kenntnis.
Eure Pächtergemeinschaft vom Zieglerweiher